Licher BasketBären-Uni-Riesen Leipzig 91:86 n.V. (44:41, 76:76)

Overtimesieg sichert Klassenerhalt

 

Geschafft! Dank eines 91:86-Sieges nach Verlängerung gegen Leipzig durften die Licher BasketBären am Sonntagabend den Klassenerhalt feiern. Acht Punkte trennen die Wetterstädter bei noch zwei ausstehenden Spielen nun von einem Abstiegsplatz.

 

Vorausgegangen war eine Partie, die guten Gewissens als kurios eingestuft werden darf. Drei Viertel lang plätscherte das Spiel flüssig vor sich, bevor der Schlussabschnitt in Sachen Härte, Nickligkeiten und Dramatik zulegte und damit der Bedeutsamkeit des Anlasses gerecht wurde. Durch die gestrige Niederlage Rhöndorfs reisten die Uni-Riesen mit dem Gefühl nach Mittelhessen, den Klassenerhalt mit drei Siegen aus den letzten drei Spielen noch aus eigener Kraft schaffen zu können. Nun sind die von Anton Mirolybov trainierten Messestädter wieder auf Schützenhilfe angewiesen. Jordan Faison krönte sieben Sekunden vor dem Schluss eine Aufholjagd und bescherte beiden Teams die Verlängerung. In dieser zeigten sich wiederum die BasketBären nervenstärker und brachten den Sieg letztlich routiniert nach Hause.

 

Gerade im ersten Viertel war noch nicht zu ahnen, welches Hitchcock-Finale den Fans in der Dietrich-Bonhoeffer-Halle bevor stehen sollte. Lich und Leipzig lieferten sich einen munteren Schlagabtausch; erst am Ende sorgten wiederholte Offensivrebounds der Gäste dafür, dass die Sachsen buchstäblich an Lufthoheit gewannen und mit 26:20 in die zweiten zehn Minuten starteten. Sieben Punkte von Blake Justice generierten den 27:29-Anschluss. Danach wechselte Coach Mirolybov den einmal mehr überragenden Faison wieder ein, der nach Anspiel Sascha Leutloffs die Führung wieder auf 38:32 hochschraubte (2:43 Minuten).

 

Es folgte ein Zwischenrun der Licher BasketBären, der durch einen Dreier Jeffrey Martins eineinhalb Minuten vor der Halbzeitpause die 39:38-Führung bedeutete. Nach weiteren Zählern von Marian Schick und Daniel Krause ging es mit 44:41 aus Sicht der Gastgeber in die Kabine.

 

Auch im dritten Viertel zeigten die Bären den besseren Basketball. Dank einer engagierten Defense gepaart mit einer flüssigen Ballbewegung im Angriff setzte sich das Team von Rolf Scholz und Lutz Mandler Punkt für Punkt ab. Symptomatisch hierfür war ein von KK Simmons beim Leipziger Einwurf abgefangener Ball: Der Point Guard wartete geduldig auf den zurückstürmenden Lamar Mallory und bediente selbigen spektakulär per Alley-oop zum 59:50. Zähler von Alen Pjanic schraubten die Führung anschließend über die Stationen 60:50 und 65:53 in den zweistelligen Bereich.

 

Das muntere Auf und Ab mit Vorteilen für Lich fand mit Beginn des Schlussabschnitts ein jähes Ende. Zunächst vernagelten die Uni-Riesen mit einer galligen Zonenverteidigung den Weg zum eigenen Brett. Zwar scorten auch die Sachsen kaum. Ein blitzsauberer Dreier Faisons zum 61:69-Anschluss bei noch rund fünfeinhalb Minuten zwang das Licher Trainergespann jedoch zur Auszeit. Die beiden Abstiegskontrahenten bekämpften sich nun mit Haken und Ösen. Besonders in dieser Phase ließen die Gäste allerdings reihenweise Chancen an der Freiwurflinie liegen, weshalb Mallorys Putback-Dunk zum 74:66 (2:34 Minuten) sich wie die Vorentscheidung anfühlte. Nach einem technischen Foul Mirolybovs erhöhte Martin an der Linie 1:40 Minuten vor dem Ende gar auf 75:68.

 

Leipzig aktivierte nochmals alle Kräfte und verkürzte nach einem Fastbreak-Dunk Darian Cardenas auf 71:75. Selbiger stahl beim darauffolgenden Einwurf den Ball und bediente Jonas Niedermanner, der per Dunk das 73:75 erzielte. Taktische Fouls verlagerten das Spiel nun an die Freiwurflinie, an der Horstmann (0 von 2) und Simmons (1/2) die Nerven flatterten. Ein Layup Faisons nach Offensivrebound ebnete sieben Sekunden vor dem Ende schließlich den Weg zur Overtime.

 

Ein weiterer Korbleger des Leipziger Big Man, der am Ende 31 Punkte und 10 Rebounds erzielen sollte, eröffnete die Verlängerung. Wer das Momentum nun auf Leipziger Seite wähnte, sollte jedoch eines Besseren belehrt werden. Simmons eroberte per Dreier die Führung im Gegenzug zurück. Wenig später fing sich Leutloff sein fünftes persönliches Foul ein und musste auf der Bank platznehmend zusehen, wie Pjanic an der Linie das 81:80 erzielte. Simmons bediente im nächsten Angriff den frei in der Ecke lauernden Krause, der per Dreier die Führung ausbaute (3:13 Minuten). Endgültig für die Entscheidung sorgte schließlich Pjanic, der sich taktischen Foulversuchen entzog: Lich überlobbte die Ganzfeldverteidigung der Sachsen, weshalb der 20jährige Flügelspieler unbedrängt und unter dem aufbrandenden Jubel der Fans den 91:86-Enstand markieren konnte.

 

Team und Fans feierten im Anschluss ausgelassen den gesicherten Klassenerhalt. Und auch dem Licher Trainergespann war die Erleichterung ins Gesicht geschrieben: „Leipzig hat reihenweise erfahrene Leute in den eigenen Reihen, die in der Schlussphase viel Verantwortung übernommen haben. Sie wussten, dass sie ihr Schicksal noch in der eigenen Hand hatten. Viel Stabilität hat uns Lamar Mallory verliehen, der unsere anfänglichen Probleme beim Rebound ausgeglichen und in der zweiten Halbzeit gefühlt jeden Abpraller kontrolliert hat“, so Mandler nach dem Spiel. Lamar erzielte neben 20 Zählern satte 18 Rebounds. Mit weiteren sechs Assists stellte der US-Amerikaner sogar seinen Karrierebestwert in der ProB auf. „Zudem ist es uns gelungen, die Wirkungskreise von Cardell Mc Farland einzudämmen“, fügte Scholz hinzu. Der Leipziger Allrounder traf nur 15% seiner Würfe aus dem Feld.

 

Beendet sind die PlayDowns für Lich damit noch nicht. Am nächsten Spieltag kommt es zur Begegnung gegen die bereits abgestiegenen Nördlinger, während Leipzig gegen Rhöndorf nach dem letzten Strohhalm greifen wird. Im Falle eines sächsischen Sieges könnte die Abschlusspartie unserer BasketBären eine Woche später mit über den zweiten Absteiger der ProB-Süd entscheiden. Am 22.04. (19:30 Uhr) gastieren die Dragons dann im Herzen der Natur.

 

Licher BasketBären: Mallory (20 Punkte, 18 Rebounds), Martin (18), Simmons (6, 7 Assists), Krause (12), Schick (9), Justice (11), Pjanic (11), Horstmann (2), Kutzschmar (2)

 

Lich, den 10.04.2017

 

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